Regio-PSB

Wege aus der Sucht

An die PSB-Regio angeschlossen sind mehrere Blau-Kreuz- Selbsthilfegruppen in und um Freiburg, in denen sich regelmäßig trockene Suchtkranke und deren Angehörige treffen, um sich gegenseitig im Alltag zu stützen und persönlich weiterzuentwickeln.

Wer sind wir?
• Menschen, die mit Suchtmitteln Erfahrungen gemacht haben.
• Menschen, die neue Hoffnung durch eine Lebensbeziehung zu Jesus Christus
gewonnen haben.

Was wollen wir?
• Helfen, dass Menschen mit Suchtproblemen ihre Krankheit überwinden.

Wie helfen wir?
• Wir informieren über Suchtmittel und Suchtgefahren.
• Wir beraten Betroffene und Angehörige in Gruppengesprächen.

(Selbst-)Hilfe mit Tradition

Seit mehr als 125 Jahren gibt es das Blaue Kreuz in Freiburg. Die zentrale Arbeit geschieht in Begegnungsgruppen, in denen sich Betroffene und Angehörige austauschen können. Suchtkranke finden hier erste Informationen über die Krankheit und ihre Bewältigung sowie über therapeutische Einrichtungen, an die sie sich wenden können. Im Anschluss an die Therapie haben sie einen Raum, in dem sie den Prozess ihrer Genesung fortsetzen können. Die Gruppenleiter haben in der Regel eine Suchtkrankenhelferausbildung absolviert, damit sie in der Lage sind, den Menschen, die in ihre Gruppen kommen, angemessen zu helfen. Grundlage des Miteinanders ist der Glaube an Gott, der durch Respekt, Wertschätzung und liebevolles Interesse am Gegenüber erfahrbar wird.

Viele Gruppenteilnehmer werden durch die Gemeinschaft gestärkt, mitunter sogar getragen. Die soziale Kompetenz, die durch die Sucht verloren gegangen ist, wird neu gelernt und zur Entfaltung gebracht. Ehepartner und andere Familienmitglieder finden im Austausch mit anderen Angehörigen das Verständnis für ihre eigene Rolle im Suchtgeschehen. Sie haben in der Gruppe die Möglichkeit, an ihrer Beziehungsabhängigkeit (Co-Abhängigkeit) zu arbeiten und lernen, ihren eigenen Weg aus dem verhängnisvollen Suchtsystem heraus zu finden.

 


Gemeinsam mehr bewegen: “Freiburg stimmt ein 2016”

Über 100 Bands auf ca. 20 Plätzen in Freiburg
Musik — Engagement — Kultur


Eine Initiative der Kultur Leben e.V. veranstaltete am 19. Juni 2016 mit Unterstützung namhafter Sponsoren einen Nachmittag zur Stärkung der Gesellschaft. „Immer mehr Menschen erleben die ständig komplexer werdende Welt“ so die Organisatoren.

An über 20 Plätzen und in Parks der Stadt Freiburg wurde Musik gemacht und Informationen ausgetauscht. Zu Beginn waren die Wetterbedingungen nicht optimal, doch im Laufe des Nachmittags ließ sich die Sonne immer mehr sehen. Das Blaue Kreuz in Deutschland e.V., vertreten durch den Ortsverein Freiburg, der Kreuzbund und der Freundeskreis alkoholkranker Menschen waren im Stadtgarten neben vielen anderen Organisationen und Vereine ebenfalls vertreten. Am gemeinsamen Stand ging es vornehmlich um Gespräche, Informationen und Aufklärungen. Mit zunehmendem Sonnenschein kamen auch immer mehr Besucher in den Stadtgarten. Vor allem Manfred Kluth und seine Frau betreuten den Stand des Blauen Kreuzes. „Wichtig ist, dass die Leute wissen, dass es uns gibt und dass wir helfen wollen.“ Nach diesem Motto standen Inge und Manfred allen Interessierten und Fragenden gerne Rede und Antwort.

(Foto: C. Haller)

 


"Kind Sucht Eltern"

Selbsthilfetag zur Situation der Kinder suchtkranker Eltern

Um die Kinder suchtkranker Eltern ging es bei einem Selbsthilfetag am Mittwoch, 8. Juni 2016 im Bürgerhaus am Seepark in Freiburg. Veranstalter waren der Freundeskreis alkoholkranker Menschen, das Blaue Kreuz Freiburg und der Kreuzbund e.V., in Zusammenarbeit mit der AOK Südlicher Oberrhein. Unter dem Titel "Kind Sucht Eltern" wurden Vorträge, eine Podiumsdiskussion, ein Marktplatz mit verschiedenen Infoständen sowie ein Rahmenprogramm angeboten.

Vorträge

17.30 Uhr: Arbeit mit Kindern von Suchtkranken

Helga Dilger, Dipl.-Sozialpädagogin, Supervisorin, Leiterin des Modellprojekts Arbeit mit Kindern von Suchtkranken (MAKS) des AGJ-Fachverbands für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg e.V.
Claudia Quilitzsch, Dipl.-Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin, Mitarbeiterin bei MAKS

18.00 Uhr: „Hat mich mein Papa noch lieb?“

Uli Borowka, ehemaliger Fußballspieler und trockener Alkoholiker

18.45 Uhr: Podiumsdiskussion
moderiert von Wolfgang Strobel

Musik: Jazz Band „Annelie Schwind Quartett“

mit Dr. med. Annelie Schwind, Fachärztin f. Psychiatrie und Psychotherapie Ärztliche Klinikleitung der Rehaklinik Lindenhof

Besetzung:

Annelie Schwind (Piano)
Mönke Degkwitz (Gesang und Gitarre)
Klaus Müller (Bass)
Annerose Sostaritsch (Drums)

Zwei Ausstellungen

Bilderausstellung betroffener Kinder

Betroffene Kinder haben Ihre Sorgen und Nöte in Bildern dokumentiert. Diese Bilder werden im Rahmen der Veranstaltung in einer Bilderausstellung präsentiert.

Bilderausstellung von Manfred Kluth
Manfred Kluth, ebenfalls Betroffener und seit vielen Jahren trocken, hat seine persönlichen Erfahrungen und Gefühle in Bildern zum Ausdruck gebracht.

Kontakt

Armin Schilling, Gruppenleiter in Freiburg
Tellstrasse 7, 79106 Freiburg
Telefon 0761/208 86 70
E-Mail

Treffpunkt:
Erwachsenen-Begegnungsstätte Freiburg-Weingarten
Sulzburger Str. 18, 79115 Freiburg
Tel.: 0761/490 78 40

 


Gemeinsam widerstehen: Selbsthilfegruppen

Der folgende Artikel erschien im Januar 2016 in der Apotheken-Umschau.

Der Kampf gegen die Alkoholsucht ist eine lebenslange Aufgabe. Oft hilft der Austausch mit anderen Betroffenen dabei, trocken zu bleiben

Vor ihr lag ein Leben ohne Perspektiven. „Ich bin immer gerne arbeiten gegangen“, erzählt Elisabeth Stege aus dem niedersächsischen Wunstorf. Nun saß sie mit zwei kleinen Kindern zu Hause, wurde depressiv. Der Griff zur Flasche schien der einzige Ausweg. Bald funktioniert Stege nur mit Wodka, trinkt schon mal mehr als eine Flasche am Tag. „Meine Trinker-Karriere war kurz, aber heftig“, sagt die heute 51-Jährige. „Innerhalb von zwei Jahren war ich körperlich schwer abhängig.“ Erst als ihr Mann droht, ihr die Kinder wegzunehmen, macht sie einen Entzug.

Danach verbringt sie einige Monate in einer Rehaklinik: „Dort hatte ich Zeit, mich mit mir zu beschäftigen, und habe viel über mich gelernt.“ Vor allem sei ihr klar geworden, wie wichtig der Austausch mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen ist: „Ich habe erfahren, dass Reden wirklich hilft.“
Dr. Rilana Schuster, Ärztin an der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim, bestätigt: „Ergänzend zur ärztlichen und psychotherapeutischen Begleitung sind Selbsthilfegruppen ein wichtiger Baustein der Nachsorge. Die Patienten stärken sich gegenseitig, bleiben im Thema und vergessen nicht, dass immer die Gefahr eines Rückfalls besteht.“  Auch die wenigen wissenschaftliche Studien legen nahe: Suchtkranke, die regelmäßig eine Selbsthilfegruppe besuchen, bleiben länger abstinent. „Und wer doch einen Rückfall erleidet, meldet sich schneller bei uns in der Klinik, wenn er in eine Gruppe eingebunden ist“, weiß Schuster aus Erfahrung. Sie betont: „Ein Rückfall ist kein Grund, sich zu schämen.“

Thomas Mac Pfeifer hatte unzählige Male versucht, mit dem Trinken aufzuhören. „Ich habe alles probiert, doch immer wieder wurde ich rückfällig“, erinnert sich der heute 71-Jährige. Als seine Frau schwanger war, rührte der Berliner Journalist neun Monate lang keinen Tropfen Alkohol an – und begoss die Geburt seines Sohnes mit zwei Flaschen Champagner. „Danach ging die Hölle wieder los.“ Schon vor dem Frühstück trank er drei Piccolo Sekt, konnte nicht mehr arbeiten. „Ich war fast ganz unten angekommen.“ Ein einziger Satz seiner Frau brachte ihn schließlich zur Besinnung: „Sauf dich zu Tode!“ 29 Jahre ist das jetzt her, doch er wird diese Worte nie vergessen. Sie veranlassten ihn, endlich einen Entzug im Krankenhaus zu machen. In der anschließenden Reha wurde ihm klar, dass Kämpfen keinen Sinn hat: „Ich musste akzeptieren, dass der Alkohol stärker ist als ich. Ich musste kapitulieren“, sagt er. „Erst wenn man sich und anderen eingesteht, dass man Alkoholiker ist, kann man sein Leben ändern.“ Bei den Anonymen Alkoholikern lernte er, zu seiner Krankheit zu stehen: „Als ich das erste Mal in der Gruppe aussprechen musste, dass ich Alkoholiker bin, habe ich mich schrecklich geschämt.“ Doch bald waren die Treffen aus seinem Leben nicht mehr wegzudenken. Noch heute sucht Pfeifer regelmäßig das Gespräch mit anderen Betroffenen: „Jeder Suchtkranke braucht Menschen, die er notfalls um drei Uhr nachts anrufen kann.“

Die Patienten müssen freiwillig kommen  


Bundesweit gibt es ein breites Angebot an Selbsthilfegruppen, darunter viele mit religiösem oder spirituellem Hintergrund. Das Zwölf-Schritte-Programm der Anonymen Alkoholiker etwa setzt den Glauben an eine „höhere Macht“ voraus. „Wer solche Glaubenssätze nicht annehmen kann, sollte sich eine andere Guppe suchen“, betont Expertin Schuster. „Wichtiger als das jeweilige Konzept ist aber, dass der Patient sich wohlfühlt.“ Sie rät, verschiedene Angebote auszuprobieren und sich dann zu entscheiden. Für viele bedeute das eine große Überwindung. „Selbsthilfegruppen eignen sich nicht für jeden und machen nur Sinn, wenn die Patienten freiwillig hingehen.“ Wer nur auf äußeren Druck hin eine Gruppe besuche, sei ebenso rückfallgefährdet wie Suchtkranke, die nicht in eine Gruppe eingebunden sind.

Manfred Kluth stand nach seinem Entzug zunächst alleine da. Irgendwie schaffte er es zwar, trocken zu bleiben. „Aber mir fehlte die Sicherheit. Ich stand immer am Rand des Abgrunds“, erinnert er sich. Und ganz unten war er schon gewesen, da wollte er nicht mehr hin. Ohne Familie aufgewachsen, hatte der ¬gelernte Konditor durch die Sucht Wohnung, Arbeit, Geld und Freunde verloren. Jahrelang lebte er auf der Straße, wurde irgendwann „halbtot“ in die Psychia¬trie eingeliefert. „Ich konnte keine Tasse mehr halten und wollte nur noch sterben“, sagt der heute 71-Jährige. Nachdem er den harten körperlichen Entzug  überstanden hatte, herrschte ihn eine junge Kranken¬schwester an: „Schämen Sie sich nicht, Ihr Leben einfach wegzuwerfen?“ Ihr versprach er damals, keinen Tropfen Alkohol mehr anzurühren.

Vierzig Jahre ist das jetzt her. Und Kluth hat Wort gehalten. „Dieses Versprechen war für mich der erste Schritt in die Selbsthilfe“, sagt er. Die Anfangszeit empfand er als unglaublich schwer: „Ich fühlte mich völlig isoliert.“ Doch als ihm sein Hausarzt den christlichen Kreuzbund als Anlaufstelle empfahl, fand er die dringend nötige Unterstützung. Er blieb dabei, engagierte sich in Ausschüssen und im Vorstand beim Kreuzbund und beim Blauen Kreuz, gründete mehrere Gruppen. Dabei lernte er seine ebenfalls betroffene Frau kennen – für ihn die endgültige Wende zum Positiven. Doch auch für Kluth haben die Selbsthilfe-Angebote ihre Grenzen: „Wir tun unser Bestes, können aber keine professionelle Beratungsstelle -ersetzen.“ Wichtig sei ein funktionierendes Zusammenspiel mit Ärzten und Therapeuten.

Auch Angehörige sind jederzeit willkommen

Doch bis Suchtkranke sich diese professionelle Hilfe suchen, vergehen im Schnitt zehn Jahre. „In eine Klinik gehen Betroffene häufig erst, wenn soziale oder körperliche Folgen eingetreten sind und sie keinen anderen Ausweg mehr sehen“, so Therapeutin Schuster. Auch hier können Selbsthilfegruppen eine Unterstützung sein: „Bei den Freundeskreisen muss man nicht bereits abstinent sein, wir begleiten unsere Mitglieder in die Abstinenz“, betont Elisabeth Stege. „Zu uns kann jeder kommen – egal welche Sucht er hat.“ Auch Angehörige seien jederzeit willkommen.  
Wie wertvoll eine Gruppe gerade bei einem Rückfall sein kann, hat sie selbst erfahren: „Hier wurde ich damals aufgefangen.“ Seit 16 Jahren ist Stege nun trocken. Mittlerweile hilft sie anderen Süchtigen, dieses Ziel ebenfalls zu erreichen. Dafür hat sie eine Ausbildung zur Suchtkrankenberaterin gemacht, begleitet seit Jahren zwei Gruppen und ist inzwischen stellvertretende Bundesvorsitzende der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe. Und sie schaffte den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben: hauptberuflich in der medizinischen Dokumentation, nebenberuflich als Suchtbeauftragte in der Psychiatrie Wunstorf.

Rückblickend sagt Stege sogar: „Meine Krankheit war das Beste, was mir passieren konnte. Indem ich mir meine Schwächen eingestanden habe, bin ich stärker geworden.“ Auch Manfred Kluth entdeckte neue Seiten an sich, hat Erfüllung im Malen gefunden. Die Bilder sprudeln nur so aus ihm heraus: „Jedes davon erzählt etwas von mir.“ Für sein langjähriges Engagement in der Sucht- und Nachbarschaftshilfe erhielt er vor zwei Jahren das Bundesverdienstkreuz. Kluths Lebensmotto lautet: „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott.“ Thomas Mac Pfeifer bestätigt: „Ohne meinen Glauben hätte ich es nicht geschafft.“ Dem Alkohol gegenüber ist er gelassen geworden. Und er hat sich einen Lebenstraum erfüllt: Zurzeit schreibt er sein zehntes Kinderbuch.

Infos und Adressen

Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe: www.freundeskreise-sucht.de

Anonyme Alkoholiker:
www.anonyme-alkoholiker.de
www.al-anon.de (für Angehörige von Alkoholikern)

Blaues Kreuz: www.blaues-kreuz.de

Kreuzbund: www.kreuzbund.de

Quellenangabe: Apotheken-Umschau, Januarausgabe 2016 (A), Autorin: Barbara Kandler-Schmitt

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung durch den Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG.

 


Besuch in Sélestat

Guter Kontakt ins Elsass

Am Sonntag nach Weihnachten 2015 war das Freiburger Blaue Kreuz zu Gast beim "Blauen Kreuz Sélestat" in Frankreich. Seit über zwei Jahren bestehen gute Kontakte zu dieser Gruppe im Elsass.

Das Treffen stand unter dem Motto: "Freiburg ist das Symbol für Abstinenz von Alkohol“. Dazu kamen etwa 45 Mitglieder des Blauen Kreuzes Frankreich und eine Abordnung des Blaues Kreuzes, Ortsverein Freiburg, nach Sélestat. Begrüßungen und Ansprachen, aber auch Geschichten aus dem Leben eines Betroffenen folgten. Das Ganze während eines sechs Gänge-Menues.

Es wurden weitere persönliche Kontakte geschlossen. Diese Freundschaft ist wertvoll und wird nicht nur vom Blauen Kreuz Freiburg weiter gepflegt, selbstverständlich möchten auch die elsässischen Freunde diese Beziehung weiter vertiefen.

Zuletzt hatte eine Delegation von dreizehn Mitgliedern des französischen Blauen Kreuzes am 12. Dezember 2015 die Freiburger Blau-Kreuz-Adventsfeier im Wichernhaus der Freiburger Stadtmission besucht. Die Gäste brachten damals sogar ein eigenes Lied mit, das mit den Freiburgern zusammen gesungen wurde.

Foto und Text: Blaues Kreuz, Ortsverein Freiburg

 


Adventsfeier des Blauen Kreuzes Freiburg

Im Wichernhaus der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V. konnte Petra Schlegel, Vorsitzende des Ortsvereins Freiburg des Blauen Kreuzes in Deutschland e.V., am 12. Dezember 2015 eine erfreulich große Teilnehmerzahl zur Adventsfeier begrüßen.

Dabei galt die Aufmerksamkeiten besonders den Gästen - darunter Bürgermeister Ulrich von Kirchbach (Kultur, Integration, Soziales und Senioren), eine Vetretung der Begegnungsgruppe Ihringen und überraschend erfreulich große „Abordnungen“ des Freundeskreises Freiburg sowie des französischen Blauen Kreuzes aus Sélestat im Elsass.

Mit dem Losungswort des Tages übergab Petra Schlegel das Wort an Pfarrer Siegbert Thoma. Mit dem Lied „Macht hoch die Tür“ rahmte Pfarrer Thoma seine Kurzandacht zum Thema "Josef" (aus der Weihnachtsgeschichte) gekonnt ein. Er sagte, dass Josef sich nach innerem Hadern doch für Maria entschieden hatte. Eine Entscheidung, die mit Gott getroffen wurde. Gott hat ihm geholfen.

Unsere Freunde aus Sélestat brachten ein Lied mit, das Pfarrer Arbogast speziell für diese Adventsfeier zusammengestellt hatte. Dort heißt es unter anderem:

„Nun genießt man Leben in der Fülle,
die ganz Familie schwebt im Glück,
kennt keine Furcht mehr vor Promille,
nicht mehr wenn Vater kommt zurück.
Was man ohn' Alkohol gespart,
dafür gibt’s jetzt 'ne Ferienfahrt.“                                                    

alle Strophen 

Der Nachmittag war kurzweilig, sodass das Ende viel zu schnell nahte. Ein Fest, das viele in bester Erinnerung behalten werden.

Text: Blaues Kreuz, Ortsverein Freiburg

 


Hilfe für Angehörige von Suchtkranken

Veranstaltung der Selbsthilfe im Paulussaal war gut besucht

Wie Angehörige von suchtkranken Menschen leiden  und  wo sie Hilfe finden, erfuhren am 11. Juni 2015 über 350 Besucher der Veranstaltung „Zwischen Ohnmacht und Wut - die Situation der Angehörigen von Suchtkranken“ im Paulussaal Freiburg. Veranstalter waren der Freundeskreis für suchtkranke Menschen, das Blaue Kreuz in Deutschland, Ortsverein  Freiburg,  und der Kreuzbund, Diözesanverband Freiburg. Die AOK Freiburg unterstützte die Veranstaltung  im Rahmen der Projektförderung  finanziell und organisatorisch.

Ein „Markt der Möglichkeiten“ mit elf Infoständen  von Hilfsorganisationen und Selbsthilfegruppen  gab Angehörigen die Möglichkeit sich zu informieren. Drei Fachreferate zeigten Wege zur Hilfe für Angehörige  auf.

Der Vortrag von Dr. Friedemann Hagenbuch (Chefarzt an der Klinik für Suchtmedizin des Zentrums für Psychiatrie Emmendingen) trug den Titel „Die Liebe und der Suff regen die Menschen uff“.  In seinem Referat ging es u.a. um die Suchterkrankung als „Familienerkrankung“, um Hilfsformen und -einrichtungen sowie um rechtliche Aspekte.

Frau Dr. Monika Rennert (Psychologische Psychotherapeutin und Fachbuchautorin) informierte über das Thema „Mitbetroffen von der Sucht – sind Angehörige co-abhängig?“ Dabei ging es um Fragen wie: Wer zieht wen in der betroffenen Familie nach unten? Welche Rollen spielen die Kinder als  „stille Opfer“?

Diplom-Sozialarbeiter und Therapeut Willi Vötter (Bereichsleiter der Sozialen Dienste der Evangelischen Stadtmission Freiburg), sprach über „Schritte aus der Ohnmacht und erste Hilfe für Angehörige“ und zeigte einen verständlichen Wegweiser auf.

Die Veranstaltung geht zurück auf eine Initiative von Armin Schilling, Leiter des Freundeskreises  für suchtkranke Menschen  der Pfarrgemeinde  St. Andreas, und seiner Familie. Sie dachten aufgrund eigener leidvoller Erfahrungen an die Angehörigen von Suchtkranken und beschlossen, etwas für sie zu tun.

Für den musikalischen Rahmen sorgte die Jazz-Band Annelie Schwind Quartett.

Manfred Kluth/ Red.

Foto: Schilling

Fachvorträge der ReferentInnen zum Download

Präsentation zum Vortrag von Dr. Friedemann Hagenbuch (Klinik für Suchtmedizin im Zentrum für Psychiatrie Emmendingen)

 

 

Vortrag von Dr. Monika Rennert (Psychologische Psychotherapeutin und Autorin des Buches "Co-Abhängigkeit: Was Sucht für die Familie bedeutet“)

 

 

Vortrag von Willi Vötter, Bereichsleiter Soziale Dienste der Evangelischen Stadtmission und Leiter der Suchtberatungsstelle Regio-PSB
Präsentation zum Vortrag

 

Veranstaltungsflyer zum Download

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Die Termine für die Treffen unserer Selbsthilfegruppen finden Sie hier.

 
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Regio-PSB Freiburg

Psychosoziale Beratungsstelle für Suchtgefährdete und Suchtkranke

Lehener Str. 54a, 79106 Freiburg
Tel: 0761/285830-0
Fax: 0761/285830-5

Ihre Ansprechpersonen:

Willi Vötter
Dipl. Sozialarbeiter (FH), Sozialtherapeut (VT)

Sabine Lilli
Dipl. Sozialpädagogin (FH)

 

Damaris Prümmer
Sozialarbeiterin/
Sozialpädagogin BA

 

Kontakt zum Blauen Kreuz

Blaues Kreuz e.V.
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Vorsitzende:
Petra Schlegel
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Stellv. Vorsitzender:
Manfred Kluth
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