Regio-PSB

Wege aus der Sucht

BZ-Bericht über Selbsthilfegruppe für Glücksspielsüchtige

Die Badische Zeitung berichtete am 21. Mai 2016 über die Selbsthilfegruppe für Glücksspielsüchtige unserer Suchtberatungsstelle Regio-PSB.

Hier geht es zum Bericht.

 


Film zum Thema Spielsucht: Ausstrahlung bei Bibel TV

Für eine Sendereihe über Stadtmissionen in Baden dreht seit Sommer 2015 ein Team von ERB Medien in verschiedenen Einrichtungen der Ev. Stadtmission Freiburg.

Im Januar war das Filmteam zu Gast bei der Regio-PSB, unserer Suchtberatungsstelle, und in einer Freiburger Spielhalle. Thema des Films: Spielsucht und die Prävention auf Anbieterseite.

Unsere Suchtberatung führt Schulungen für Spielhallen-Personal durch, um die Mitarbeitenden dafür zu sensibilisieren, wie sie auffällige Spieler erkennen und in Hilfsangebote vermitteln können.

Die gesamte Sendung, die auch Beiträge über die Arbeit der Stadtmissionen in Karlsruhe und Heidelberg enthält, können Sie hier anschauen.

Sie wird außerdem am 15.09. um 18 Uhr und am 19.09. um 15:30 Uhr bei Bibel TV ausgestrahlt. Der Sender ist über Satellit sowie in den meisten Kabelnetzen deutschlandweit zu empfangen.


Infos für Betroffene
Infos für Anbieter

 


Süchtige setzen ihr Leben aufs Spiel

Wer selbst glücksspielsüchtig oder als Angehöriger betroffen ist, findet Hilfe bei der "Psychosozialen Beratungsstelle für Suchtgefährdete und Suchtkranke" der Evangelischen Stadtmission, kurz Regio-PSB - in Form von Beratung und Therapie sowie in Selbsthilfegruppen.

Am 30. September startet wieder ein Gruppenangebot zur Rückfallprävention bei Alkohol- und Glücksspielsucht. Anmeldungen sind noch möglich unter der Telefonnummer 0761-2858300.

Suchtberatungsstelle Regio-PSB berät immer mehr Glücksspieler

Das Beratungsteam verzeichnete im vergangenen Jahr einen massiven Anstieg bei den Hilfesuchenden: "Die Zahl der Menschen, die uns wegen ihres Spielverhaltens aufsuchen, ist im vergangenen Jahr  um 50 Prozent auf über 80 Personen angestiegen. Wir beraten bereits seit 15 Jahren einen hohen Anteil an Glücksspielern. Durch den erneuten deutliche Zuwachs  gehört Glücksspielsucht inzwischen zu den Kernaufgaben unserer Suchtberatung", berichtet Sozialarbeiter Willi Vötter, Leiter der Regio-PSB.
 
Aber ist es wirklich so schlimm, mal ein Spielchen zu wagen – vielleicht in einer Pokerrunde mit Freunden? Und wer hat nicht schon mal einen Lottoschein abgegeben oder gewettet, wer die Fußball-WM gewinnt? "Problematisch wird es dann, wenn aus dem Spaß Abhängigkeit wird. Glücksspielsucht ist eine ernstzunehmende Erkrankung mit schwerwiegenden Folgeerscheinungen", erklärt Willi Vötter. "Ein pathologischer Glücksspieler verliert fast alles - zunächst hohe Geldsummen, die meist seine finanziellen Möglichkeiten übersteigen. Acht von zehn Betroffenen in Beratung und Therapie  haben Schulden. Dann geht das soziale Netz verloren: ein Viertel leidet unter dem Verlust des Arbeitsplatzes, 30 Prozent an Trennung und Scheidung, weil die Familie an der Suchterkrankung zerbrochen ist. Die Geldnot kann auch in die Kriminalität führen: 15 Prozent der süchtigen Glücksspieler haben ein Strafverfahren erlebt. Und die psychische Belastung ist enorm. Drei Viertel der Betroffenen leiden an Schuldgefühlen oder einer Depression, 15 Prozent haben gar einen Selbstmordversuch hinter sich." (Zahlen: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen sowie Baden Württemberg Studie des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit Mannheim)
 
Dazu kommt: Glücksspielsucht ist alles andere als ein Nischenthema. Laut einer repräsentativen Erhebung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA) aus dem Jahr 2013 liegt der Anteil der pathologischen Glücksspieler in der deutschen Bevölkerung bei 0,82 Prozent. Hochgerechnet auf die 16- bis 65-jährige Bevölkerung sind das rund 443.000 Menschen. 

Prävention auf Anbieterseite: Schulungen für Spielhallen-Personal

Die PSB setzt mit ihrer Aufklärung und Prävention aber auch bei den Anbietern von Glücksspielen an: "Wir unterstützen zum Beispiel die Betreiber von Spielhallen dabei, ihre Kundschaft vor Risiken zu schützen. Das Glücksspielgesetz des Landes Baden-Württemberg verpflichtet die Betreiber, ihr Personal entsprechend schulen zu lassen. Wir bieten deshalb regelmäßig Schulungen an,  um die Mitarbeitenden zu sensibilisieren. Dadurch helfen wir ihnen, auffällige Spieler zu erkennen und sie in Hilfsangebote zu vermitteln."  Die bisherige Bilanz kann sich sehen lassen: "Durch unsere Beratungsstelle wurden im letzten Jahr an 20 Schulungstagen über 100 Mitarbeitende von Spielhallen in Präventionsmaßnahmen geschult. In der Folge kam es wiederholt zu direkten Vermittlungen von Betroffenen in unsere Beratung und Therapie", so Willi Vötter.
 
Glücksspielanbieter können sich in der Beratungsstelle direkt zur Umsetzung des Landesglücksspielgesetzes beraten lassen, Seminare buchen, oder Aufsichtspersonal zu Schulungen anmelden.
Info unter 0761-2858300 bei Willi Vötter.

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Offene Sprechzeiten:     
Dienstag 16-18.45 Uhr
Donnerstag  9–12 Uhr

Offener Frühstückstreff:
Donnerstag 9–11 Uhr
und nach telefonischer Anmeldung
Tel.: 0761-2858300

Begleitete Selbsthilfegruppe Glücksspiel

Dienstags ab 17.15 Uhr in der Suchtberatungsstelle Regio-PSB

 
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Regio-PSB Freiburg

Psychosoziale Beratungsstelle für Suchtgefährdete und Suchtkranke

Lehener Str. 54a, 79106 Freiburg
Tel: 0761/285830-0
Fax: 0761/285830-5

Ihre Ansprechpersonen:

Willi Vötter
Dipl. Sozialarbeiter (FH), Sozialtherapeut (VT)

Sabine Lilli
Dipl. Sozialpädagogin (FH)

 

Damaris Prümmer
Sozialarbeiterin/
Sozialpädagogin BA